Am 28. August 2026 fand in unserer Ortsgruppe eine besondere Gedenkveranstaltung anlässlich des 85. Jahrestages der Deportation der Deutschen aus der Sowjetunion statt.
Der 28. August 1941 steht für ein einschneidendes Kapitel in der Geschichte der Russlanddeutschen. An diesem Tag wurde der Erlass über die Umsiedlung der Deutschen aus der Wolgarepublik veröffentlicht. Für zahlreiche Familien bedeuteten Deportation, Trennung und der Verlust ihrer Heimat einen tiefen Einschnitt, dessen Folgen über Generationen hinweg spürbar blieben.
Unser gemeinsamer Nachmittag stand deshalb ganz im Zeichen des Erinnerns, Erzählens und Bewahrens. Gemeinsam haben wir zurückgeblickt, historischen Berichten zugehört und persönliche Familiengeschichten miteinander geteilt. Gerade diese persönlichen Erinnerungen machen Geschichte greifbar und helfen uns, Erfahrungen vergangener Generationen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Für unsere Ortsgruppe ist es besonders wichtig, diese Geschichte auch an die jüngeren Generationen weiterzugeben. Erinnerung bedeutet für uns nicht nur, auf Vergangenes zurückzublicken, sondern auch zu verstehen, woher wir kommen, Familiengeschichten zu bewahren und einen bewussten Umgang mit unserer gemeinsamen Geschichte zu fördern.
Unser besonderer Dank gilt Herrn Müller und Frau Kiba, die mit ihrem bewegenden Vortrag und den persönlichen Geschichten den historischen Ereignissen eine ganz besondere Nähe verliehen haben. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei Frau Wagner für die musikalische Begleitung, die unserem gemeinsamen Gedenken einen würdevollen Rahmen gegeben hat.
Wir danken allen Gästen und Mitwirkenden, die diesen besonderen Nachmittag gemeinsam mit uns gestaltet, zugehört, erzählt und erinnert haben.
Erinnern. Erzählen. Bewahren.
Unsere Geschichte bleibt lebendig, solange wir sie kennen, miteinander teilen und an die nächsten Generationen weitergeben.